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Corona-Story: Hoch in der Luft


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28 Antworten in diesem Thema

#1 Armin

Armin

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Geschrieben 27 November 2006 - 02:17

Corona Nr. 174 ist online - hier. In der Story-Rubrik gibt's die Gewinnergeschichte der Themenrunde "Pioniere": Hoch in der Luft von Andreas Flögel. Glückwunsch, Andreas! Wie immer freuen sich Autor und Redaktion auch über Feedback zur Story.

Bleibt der Hinweis auf die kommenden Themen unseres Wettbewerbs: Einsendeschluss für "Ein neuer Morgen" ist am 1. Februar 2007, die Deadline für "Schatten" haben wir für den 1. April 2007 festgelegt. Wer Interesse hat, sich mit einer Kurzgeschichte (Science-Fiction, Fantasy, Horror, Phantastik – keine Fan-Fiction) zu beteiligen, die einen Umfang von 20.000 Zeichen nicht überschreitet, schickt seine Story (möglichst als rtf-Datei) rechtzeitig per E-Mail an die Kurzgeschichten-Redaktion, die unter kurzgeschichte@corona-magazine.de zu erreichen ist.

#2 GregorMüntz

GregorMüntz

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Geschrieben 28 November 2006 - 20:39

Hallo, ich habe die ersten Absätze gebraucht, um zu erkennen, dass die Geschichte wohl nicht ganz ernst gemeint ist. Aber dann hat sie mir toll gefallen. ;) Inzwischen habe ich auch die ältere Geschichte (Wasser) gelesen, deshalb wollte ich mal fragen, ob schon fest steht, wann die nächsten Teile erscheinen? Viele Grüße, Gregor

#3 Mike Hillenbrand

Mike Hillenbrand

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Geschrieben 28 November 2006 - 20:59

BTW: Ich genieße stets die bestplatzierten Geschichten unserer Themenrunden, aber dieses Mal habe ich wirklich sehr viel Vergnügen gehabt - ich hoffe, das kam in meinem Editorial rüber! :unsure: Auch von einen wirklich ehrlichen Glückwunsch, Andreas! ;) Mike
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#4 Andreas

Andreas

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Geschrieben 29 November 2006 - 00:36

@Gregor: Freut mich sehr, dass dir die Geschichte gefallen hat. Ernst an der Geschichte ist mir eigentlich nur, den Leser damit zu unterhalten und vielleicht das eine oder andere Lächeln auf sein Gesicht zu bringen. Was weitere Aran und Feindor Geschichten angeht, sind die zwar geplant, aber zwischen der ersten und zweiten lagen jetzt auch mehr als anderthalb Jahre. Wenn man allerdings weiss, dass es Leser gibt, die darauf warten, beschleunigt das die Sache. ;) Nochmal Danke, auch dafür dass du deine Meinung hier gepostet hast. Viele Grüße, Andreas
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#5 Andreas

Andreas

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Geschrieben 29 November 2006 - 00:49

@Mike: Ja, ich war richtig platt, als ich das Editorial las und jetzt gleich nochmal. Freut mich riesig, so viel positive Resonanz. ;) :unsure: :rolleyes: Viele Grüße, Andreas PS: Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr auf dem BuCon wieder.
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#6 ✝ Christian Weis

✝ Christian Weis

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Geschrieben 29 November 2006 - 03:04

Glückwunsch zum 1. Platz, Andreas! :fun: Ich fand die Story auch vergnüglich - so vergnüglich, dass ich mir gleich die erste Aran/Feindor-Geschichte noch zusätzlich reingezogen habe, die ebenso unterhaltsam war. :lol: Da könnte ich ja fast zum Fan von Fantasykurzgeschichten werden - Romane lese ich hin und wieder, mit den kurzen Fantasyerzählungen hab ich es bisher nicht so. Jetzt frag ich mich nur, wer dieser Großmeister ist, dem die Figuren als Hommage gewidmet sind. Kann das Fritz Leiber sein? Bitte nicht schlagen, wenn ich total daneben liege, aber da hab ich echt wenig Ahnung. :smokin: Beste Grüße Christian

Bearbeitet von ChristianW, 29 November 2006 - 03:05.


#7 Armin

Armin

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Geschrieben 29 November 2006 - 12:30

Jetzt frag ich mich nur, wer dieser Großmeister ist, dem die Figuren als Hommage gewidmet sind. Kann das Fritz Leiber sein?


Absolut richtig!

#8 Andreas

Andreas

    Biblionaut

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Geschrieben 29 November 2006 - 18:41

Glückwunsch zum 1. Platz, Andreas! :fun:

Ich fand die Story auch vergnüglich - so vergnüglich, dass ich mir gleich die erste Aran/Feindor-Geschichte noch zusätzlich reingezogen habe, die ebenso unterhaltsam war. :lol:


Danke, Christian, das macht mich richtig happy :rofl1:

Da könnte ich ja fast zum Fan von Fantasykurzgeschichten werden - Romane lese ich hin und wieder, mit den kurzen Fantasyerzählungen hab ich es bisher nicht so.


Dabei ist das Genre ja nicht zuletzt durch die Stories in den entsprechenden Magazinen begründet worden. Aber heute erwartet man von Fantasy meist mehrere dicke Bände.
Allerdings lese ich persönlich gerne auch mal was kürzeres, meist geht mir bei den langen Epen irgendwann die Luft aus.

Jetzt frag ich mich nur, wer dieser Großmeister ist, dem die Figuren als Hommage gewidmet sind. Kann das Fritz Leiber sein?
Bitte nicht schlagen, wenn ich total daneben liege, aber da hab ich echt wenig Ahnung. :smokin:

Beste Grüße
Christian


Wie Armin schon sagte: Volltreffer.

Viele Grüße,
Andreas
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#9 ✝ Christian Weis

✝ Christian Weis

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Geschrieben 29 November 2006 - 23:23

Dabei ist das Genre ja nicht zuletzt durch die Stories in den entsprechenden Magazinen begründet worden. Aber heute erwartet man von Fantasy meist mehrere dicke Bände.
Allerdings lese ich persönlich gerne auch mal was kürzeres, meist geht mir bei den langen Epen irgendwann die Luft aus.

Vielleicht hab ich bisher meist zu den falschen Fantasystorys gegriffen ...
Die langen Epen mag ich an sich auch eher nicht so - allerdings kann ich mit kurzen Fantasyerzählungen, bei denen ich mich in die Welt nicht hineinversetzen kann, meist nicht so viel anfangen.

Bearbeitet von ChristianW, 29 November 2006 - 23:24.


#10 Palpatine

Palpatine

    Ufonaut

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Geschrieben 30 November 2006 - 00:20

Vielleicht hab ich bisher meist zu den falschen Fantasystorys gegriffen ...
Die langen Epen mag ich an sich auch eher nicht so - allerdings kann ich mit kurzen Fantasyerzählungen, bei denen ich mich in die Welt nicht hineinversetzen kann, meist nicht so viel anfangen.

Es gibt z.B. großartige Fantasy-Kurzgeschichten vom erwähnten Fritz Leiber oder Marion Zimmer Bradley. Wer in letzter Zeit zu wenig gelesen wird, aber meines Erachtens zu den wichtigsten Fantasyautoren gehört, ist Michael Moorcock.

Was die Story angeht, würde ich hier genau das bemängeln, was ich an der anderen gelobt habe. Fast könnten wir unsere Diskussion in diesen Thread transferieren :fun: Aber das bedeutet sicher nicht, dass ich die Geschichte für schlecht halte. Sie kurz, bündig, stilistisch sauber und humorvoll. Also alles, was ich von guter Leseunterhaltung erwarte.

#11 Andreas

Andreas

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Geschrieben 30 November 2006 - 22:51

Aber das bedeutet sicher nicht, dass ich die Geschichte für schlecht halte. Sie kurz, bündig, stilistisch sauber und humorvoll. Also alles, was ich von guter Leseunterhaltung erwarte.


Danke Palpatine,
sowas lässt mein Autorenherz höher schlagen :rofl1:

Gruß,
Andreas
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#12 Palpatine

Palpatine

    Ufonaut

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Geschrieben 01 December 2006 - 02:15

Danke Palpatine,
sowas lässt mein Autorenherz höher schlagen :)

Gruß,
Andreas

Okay, das war das Zuckerbrot, jetzt kommt die Peitsche :devil: Allerdings nicht alleine auf dich, sondern auf die deutsche Phantastik-Szene allgemein bezogen...

Ich habe das Gefühl, dass Magazine und Anthologien wenig Risiken eingehen und sehr glatte, konventionelle Geschichten bevorzugen, anstelle unkonventionelle, innovative Storys zu fordern. Talentierte Leute gibt es genug, ich habe selbst schon Schreibwettbewerbe veranstaltet und bekam oft Beiträge mit krassen Konzepten jenseits unserer Lesegewohnheiten.

Stattdessen drucken Anthologien und Magazine in Deutschland häufig Geschichten ab, die nur aus bekannten Elementen bestehen und oft sehr austauschbar sind. Das schreckt nicht nur kreative Profis ab, sondern bestärkt auch Anfänger darin, gar nicht erst besondere Kreativität zu entwickeln.

Gerade in den Genres der phantastischen Literatur sollte doch Phantasie gefragt sein?? Stattdessen bekommen wir von den Verlagen und Magazinen meistens Fantasy-Stories vorgelegt, die klar im Stile Tolkiens, Leibers oder maximal noch George R.R. Martin. Geschichten, die aus der Feder Ursula K. LeGuins oder Lewis Carrolls stammen könnten, liest man selten.

Das gleiche gilt für Horror: Alle Leute scheinen Stephen King, Dean Koontz oder Peter Straub imitieren zu wollen. Der viel subtilere, intelligentere und kreativere Horror eines H.P. Lovecraft, Nathaniel Hawthorne, Ira Levin, Robert Bloch, Carlos Fuentes ist kaum anzutreffen.

Am schlimmsten sieht es mit SciFi aus: Entweder wird uns recycleter Asimov/Heinlein in der Kategorie Golden Age oder Gibson/Spinrad bei Cyberpunk präsentiert, ab und zu auch "Massen-SciFi" im Stile Crichtons oder Eschbachs. Interessanterweise ist der scharfe, hintergründige Stil von Meistern der Sozialkritik wie J.G. Ballard oder den Strugazki-Brüdern kaum anzutreffen. Unkonventionelle, innovative Erzählprinzipien werden von den Redakteuren gemieden wie die Pest.

Ich versteh's einfach nicht :huh: Wollen wir denn in zehn Jahren das Feld der Phantastik ganz dem Mainstream überlassen haben? Warum belohnen wir es nicht, wenn Autoren frische Ideen auf innovative Weise darstellen, jenseits bekannter und zu genüge ausgewalzter Konventionen.

Gerade bei den elektronischen Magazinen finde ich es bedenklich, dass ich kaum einmal eine Story mit sozialkritischem Hintergrund oder als Parabel angelegt sehe, eine Geschichte mit Ecken und Kanten, die vielleicht auch einmal kontrovers oder brisant wäre. Was veröffentlicht wird, fällt zu 99% in die Sparte "Eskapismus". Oft gut geschriebener Eskapismus, aber trotzdem Eskapismus.

Ich habe ja nichts dagegen, öfter mal einfach abzuschalten und eine Geschichte "just for fun" zu lesen. Dass Geschichten mit Anspruch aber so unterrepräsentiert sind, ist in meinen Augen unverständlich. Wie gesagt, ich sehe das Problem nicht bei den Autoren, sondern bei den Redakteuren. Die scheinen der Meinung zu sein, dass ihr Publikum nur massenkompatiblen Einheitsbrei verdauen kann, überspitzt gesagt. Aber legendäre Autoren wie Philip K. Dick oder Theodore Sturgeon oder Ray Bradbury konnten nur aufgebaut werden, indem man ihren doppelbödigen, oft problematischen oder gar abstrusen Werken die Chance gab, von der Öffentlichkeit bewertet zu werden. Dadurch gewinnt ein Magazin auch an Profil. Repetition des Zeitgeists ist zwar "sicher", aber sie wird einen nie aus der Masse anderer Veröffentlichungen herausheben.

Ich habe überlegt, ob ich diesen Post zu einem neuen Thread machen soll (meine ursprünglich knappen Gedanken haben mich wieder mal davongetragen <_< ), aber andererseits ist es vielleicht gut, wenn ich es auf deine Story, Andreas, beziehe. Ich kenne einige deiner Geschichten und denke, dein Stil ist klasse; wenn du mutigere Geschichten schreiben würdest, könntest du Meisterwerke produzieren. Auf der anderen Seite müssten Magazine und Verlage so eine Einstellung aber auch belohnen. Das sehe ich im Moment in Deutschland nicht. In den 80ern sah das noch anders aus. Heute regiert König Mainstream.

Nein, deckt mich jetzt nicht mit Gegenbeispielen zu :) Mir ist klar, dass ich stark verallgemeinert habe. Es gibt Gegenbeispiele, nicht einmal wenige. Aber die Tendenz ist vorhanden. Und es ist so einfach, etwas dagegen zu unternehmen. Deswegen hier mein Aufruf an alle Redakteure: Zeigt mehr Mut zu unorthodoxen Veröffentlichungen! Autoren und Leser werden es euch danken.

#13 Mike Hillenbrand

Mike Hillenbrand

    Cybernaut

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Geschrieben 01 December 2006 - 03:45

Ohne unserer Kurzgeschichten-Redaktion da vorgreifen oder gar vormundend agieren zu wollen: Hättest du Interesse daran, an der Bewertung eingesandter Geschichten für unsere Themenrunden teilhaben zu wollen? Just Interesse, no offer. Herzliche Grüße Mike
www.ifub-verlag.de - der Verlag in Farbe und Bunt
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#14 Palpatine

Palpatine

    Ufonaut

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Geschrieben 01 December 2006 - 05:29

Ohne unserer Kurzgeschichten-Redaktion da vorgreifen oder gar vormundend agieren zu wollen: Hättest du Interesse daran, an der Bewertung eingesandter Geschichten für unsere Themenrunden teilhaben zu wollen?

Just Interesse, no offer.

Herzliche Grüße
Mike

Tschaaa, sowas hab ich noch nicht gemacht. Und natürlich ist es angenehmer, über die Fehler anderer zu schimpfen, als es selbst besser machen zu müssen :)

Im Prinzip gerne. Es würde mich sogar sehr reizen.

#15 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 02 December 2006 - 02:35

Dunkler Lord, ganz klar sind mir deine Worte nicht. Oder vielleicht auch nur der Rahmen, in dem du diese ausstellst. Der Kurzgeschichtenwettbewerb des Coronamagazins lebt von den eingereichten Geschichten. Im Gegensatz zu einer Anthologieausschreibung, die Geschichten vielleicht nach ihrer "Verkaufbarkeit" bewertet, stellt sich der Teilnehmer dem Geschmack dreier Juroren: Armin Rössler, meine Wenigkeit und dem wechselnden Juror. Ich kann da natürlich nur für mich sprechen, aber ich bewerte die Geschichten frei nach meinem Geschmack, nicht dem der anderen. Es gibt in der Kurzgeschichtenszene eine recht stattliche Anzahl an interessanten Geschichten, die durchaus die bekannten Pfade verlassen. Im Bereich SF und auch im Bereich Horror. Wie es allerdings im Bereich Fantasy aussieht, kann ich nicht sagen, da ich kaum aktuelle Kurzgeschichten in diesem Genre kenne. Ich denke aber, bei aller wünschenswerten Aufmerksamkeit für die Geschichte von Andreas, sollte das Thema abgespalten werden, da ich es als durchaus interessant empfinde, die Diskussion in diesem Forum weiterzuführen, auch und vor allem durch weitere Diskussionsteilnehmer. Bis bald, Michael

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#16 Palpatine

Palpatine

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Geschrieben 02 December 2006 - 03:47

Ich kann da natürlich nur für mich sprechen, aber ich bewerte die Geschichten frei nach meinem Geschmack, nicht dem der anderen.

Ich hoffe mal, das bedeutet nicht, wonach es klingt - dass du Geschichten also nur nach ihrem Eindruck auf dich und nicht nach ihren formalen und inhaltlichen Kriterien beurteilst.

Es gibt in der Kurzgeschichtenszene eine recht stattliche Anzahl an interessanten Geschichten, die durchaus die bekannten Pfade verlassen. Im Bereich SF und auch im Bereich Horror.

Das ist ja nun genau dasselbe, was ich bereits gesagt habe. In dem Punkt stimmen wir also wohl überein :)

#17 Armin

Armin

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Geschrieben 02 December 2006 - 12:40

Nein, deckt mich jetzt nicht mit Gegenbeispielen zu :) Mir ist klar, dass ich stark verallgemeinert habe. Es gibt Gegenbeispiele, nicht einmal wenige. Aber die Tendenz ist vorhanden. Und es ist so einfach, etwas dagegen zu unternehmen. Deswegen hier mein Aufruf an alle Redakteure: Zeigt mehr Mut zu unorthodoxen Veröffentlichungen! Autoren und Leser werden es euch danken.


Ich sehe das aus der Erfahrung von - ohne Übertreibung - weit über 500 Kurzgeschichten, die ich in den letzten Jahren allein als Einsendungen zum Corona-Wettbewerb und zu den Wurdack-SF-Bänden bekommen habe, deutlich differenzierter. Die Praxis spricht da einfach eine andere Sprache.

Mikes Idee ist aber nicht die schlechteste: Wenn du Lust hast, Palpatine, würden wir uns freuen, wenn du dich mal für eine Themenrunde als Gastjuror zur Verfügung stellst. Mail mich einfach an.

Zur Bewertung an sich: Natürlich ist die immer subjektiv. Was dem einen gefällt, gefällt dem anderen eben nicht. Das zu diesem subjektiven Eindruck auch formale Kriterien gehören, ist aber klar.

#18 Mammut

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    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 02 December 2006 - 12:58

Ich hoffe mal, das bedeutet nicht, wonach es klingt - dass du Geschichten also nur nach ihrem Eindruck auf dich und nicht nach ihren formalen und inhaltlichen Kriterien beurteilst.


Lieber Lord,

natürlich nicht. Ich sehe nur eine stärkere Gewichtung zu weichen Themen wie Inhalt, Originalität und natürlich, ob die Geschichte meinen Nerv trifft.
Bei manchen Kurzgeschichtendiskussionen erscheint mir die Gewichtung der formalen Themen zu groß. iDas liegt wohl daran, dass man diese besser greifen kann und diese sich dann für die Argumentation besser eignen.

Bis bald,
Michael

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#19 Palpatine

Palpatine

    Ufonaut

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Geschrieben 02 December 2006 - 17:07

Ich sehe das aus der Erfahrung von - ohne Übertreibung - weit über 500 Kurzgeschichten, die ich in den letzten Jahren allein als Einsendungen zum Corona-Wettbewerb und zu den Wurdack-SF-Bänden bekommen habe, deutlich differenzierter. Die Praxis spricht da einfach eine andere Sprache.

Ich habe auch schon Wettbewerbe veranstaltet, so ist das ja nun nicht. Und ich beobachte die deutsche SF-Szene sehr genau. Meine - natürlich subjektive - Beobachtung ist, dass es seit etwa 15 Jahren zu einer Stilverflachung kommt, die vielleicht auch etwas mit dem Sinken der Nachfrage nach SF zu tun hat (aber was hier Ursache und was Wirkung ist, kann ich nicht beantworten. Zumal es da noch weitere Interdependenzen gibt).

Mikes Idee ist aber nicht die schlechteste: Wenn du Lust hast, Palpatine, würden wir uns freuen, wenn du dich mal für eine Themenrunde als Gastjuror zur Verfügung stellst. Mail mich einfach an.

Sehr gerne. Vorher aber noch eine kurze Frage: Wieviele Beiträge werden euch so durchschnittlich pro Themenrunde zugesandt?

Zur Bewertung an sich: Natürlich ist die immer subjektiv. Was dem einen gefällt, gefällt dem anderen eben nicht. Das zu diesem subjektiven Eindruck auch formale Kriterien gehören, ist aber klar.


Lieber Lord,

natürlich nicht. Ich sehe nur eine stärkere Gewichtung zu weichen Themen wie Inhalt, Originalität und natürlich, ob die Geschichte meinen Nerv trifft.
Bei manchen Kurzgeschichtendiskussionen erscheint mir die Gewichtung der formalen Themen zu groß. iDas liegt wohl daran, dass man diese besser greifen kann und diese sich dann für die Argumentation besser eignen.

Bis bald,
Michael

Ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man weiche Bewertungskriterien stärker betont. Sie erhöhen natürlich das Risiko, dass die Bewertung später von anderen Leuten schwerer nachvollziehbar ist. Außerdem wird es durch sie schwieriger, unkonventionelle Texte zu bewerten - also solche, die in eine ganz andere Richtung gehen, als man es gewohnt ist. Mit Geschmack ist nämlich immer auch eine bestimmte Erwartungshaltung verbunden. Harte Kriterien hingegen beziehen sich nur auf metatextuelle Aspekte und sind deshalb immer anwendbar. Aber das nur als kleine Notiz. Schließlich wende auch ich weiche Kriterien bei der Bewertung von Geschichten an.

Der dunkle Lord :)

#20 Andreas

Andreas

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Geschrieben 02 December 2006 - 18:36

Hallo palpatine, damit es keine Missverständnisse gibt: "Hoch in der Luft" wurde aus reinem Spass an der Freude geschrieben und soll auch so gelesen werden. Eskapismus pur, aber trotzdem nichts, wofür ich mich schäme ;) . (Du hast ja auch selbst eingeräumt, dass du ab und an auch mit "just for fun" leben kannst.) Ansonsten sieht meine Wahrnehmung, insbesondere was den Bereich der SF-Geschichten angeht, anders aus. Aber ehe wir uns da in irgendwelchen Beispielaufzählungen verzetteln, hätte ich einen anderen Vorschlag. Da du ja, wie du sagst, schon Wettbewerbe veranstaltet hast, also vom Fach bist, und du andererseits eine Vorstellung / Vision davon hast, was für Geschichten du gerne sehen würdest, was hält dich davon ab, dafür als Herausgeber aufzutreten und so die Richtung, die dir vorschwebt, zu fördern? Natürlich muss es nicht gleich ein Buch sein, denn das ist schon mit einem größeren finanziellen Risiko verbunden (wobei ich dich nicht davon abhalten möchte :)), aber wie wäre es z.B. mit einem professionell aufgemachten eZine? Der finanzielle Aufwand für eine eigene Domäne und Webspace sollte sich in Grenzen halten, vielleicht, (aber da kann ich dir nichts über die Kosten sagen) sollte man auch eine ISSN beantragen. Das bräuchte es allerdings schon, um der ganzen Sache den nötigen professionellen Anstrich zu geben. Der aufwändigere Teil ist sicher, dann die nötige Werbetrommel zu rühren, klar zu machen, was für Texte du suchst (vielleicht ein entsprechendes "Manifest"), und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass das Ganze im Gespräch bleibt, im Idealfall natürlich so, dass ein Autor stolz ist, wenn sein Text bei dir unterkommt. Das ist sicher der härteste Teil, denn andereseits möchte keiner Stories schreiben, die irgendwo im Netz vergammeln, wo nie jemand vorbeikommt. Im Gegenzug für diese Arbeit kannst du dann (durch deine Auswahl, das Lektorat, usw.) Einfluss nehmen auf die Stories und bekommst Feedback von Autoren und nicht zuletzt Lesern. Diese Form hat auch einen anderen Vorteil: Du musst nicht sofort (wie bei einer Anthologie) viele Texte haben, die deiner Vorstellung entsprechen, denn du kannst die Texte ja nach und nach veröffentlichen und musst "nur" sicherstellen, dass das Interesse an deinem eZine nicht erlahmt. Natürlich kann dir niemand den Erfolg eines solchen Experimentes zusichern. Aber auf jedem Fall kann man daraus eine Menge Erkenntnisse gewinnen und du hast zumindest die Möglichkeit, aktiv etwas in deinem Sinne zu bewegen. Gruß, Andreas BTW: Interessanter Nickname, allerdings nicht wirklich Vertrauen einflößend :aliensmile:
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#21 Muside

Muside

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Geschrieben 02 December 2006 - 20:52

Ich hab' zu dem Thema natürlich auch meine Meinung. Eigentlich wollte ich mich aber nur hier kurz dazwischenschalten, um folgendes zu sagen: Mir fällt auf, dass Corona in letzter Zeit vermehrt Geschichten mit besonders hübschen Pointen bringt. Prost :) Und mit der Diskussion geht es weiter nach der nächsten Maus ;)

#22 Palpatine

Palpatine

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Geschrieben 03 December 2006 - 00:17

@Andreas: Wer sagt dir, dass ich das nicht schon längst getan habe :rofl1: Ich habe schon bei so einigen Phantastik-Schreibwettbewerben mitgemacht, bei Organisation und Bewertung geholfen (allerdings noch nie selbst einen ausgelobt). Gerade deswegen war ich ja so überrascht, dass die Bewertung hier so lax abläuft. Übrigens hatte ich keinerlei Missverständnisse in Bezug auf deine Story. Das Thema ist ja schließlich eindeutig auf eine spannende Short-Story ausgelegt, und die Handlungs- und Motivfäden laufen schnurgerade auf eine anekdotenhafte Pointe zu, von daher gibt es da nicht viel falsch zu verstehen :smokin: Was nur gesagt habe: Die Ausführung des ganzen ist perfekt.

#23 Armin

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Geschrieben 03 December 2006 - 02:47

Gerade deswegen war ich ja so überrascht, dass die Bewertung hier so lax abläuft.


Man kann es sich natürlich auch komplizierter machen als notwendig ... :smokin:

#24 Palpatine

Palpatine

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Geschrieben 03 December 2006 - 13:00

Man kann es sich natürlich auch komplizierter machen als notwendig ... :smokin:

Wenn ich die Arbeit anderer Leute bewerte, scheinen mir normative Systeme vertretbarer als das pure Bauchgefühl - auf jeden Fall aber nicht für "zu kompliziert". Du hättest mir übrigens einen größeren Gefallen getan, wenn du meine Frage beantwortet hättest :rofl1:

#25 Armin

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Geschrieben 03 December 2006 - 13:31

Du hättest mir übrigens einen größeren Gefallen getan, wenn du meine Frage beantwortet hättest :smokin:


Welche Frage?

#26 Palpatine

Palpatine

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Geschrieben 03 December 2006 - 14:12

Welche Frage?

Diese Frage:

Sehr gerne. Vorher aber noch eine kurze Frage: Wieviele Beiträge werden euch so durchschnittlich pro Themenrunde zugesandt?



#27 Armin

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Geschrieben 03 December 2006 - 22:08

Diese Frage:


Ah, sorry, habe ich wohl überlesen, weil ich mich bei Sätzen à la "Früher war alles besser" geistig immer gleich ausklinke ...

Es sind je nach Thema immer so ungefähr fünf bis zwanzig Geschichten.

#28 Palpatine

Palpatine

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Geschrieben 03 December 2006 - 22:39

Ah, sorry, habe ich wohl überlesen, weil ich mich bei Sätzen à la "Früher war alles besser" geistig immer gleich ausklinke ...

Da hast du mich wohl missverstanden. Jedenfalls war es nicht die Botschaft, die ich rüberbringen wollte - vielleicht habe ichs auch falsch formuliert. Wie auch immer, vielen Dank für die Antwort ;)

#29 Armin

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Geschrieben 03 December 2006 - 23:09

vielen Dank für die Antwort ;)


Gern geschehen.


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